{"id":9786,"date":"2024-04-23T11:01:02","date_gmt":"2024-04-23T10:01:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/?p=9786"},"modified":"2024-04-23T12:41:53","modified_gmt":"2024-04-23T11:41:53","slug":"interview-mit-guntmar-eisen-geschaftsfuhrer-und-grunder-der-blue-ocean-spine-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/de\/interview-mit-guntmar-eisen-geschaftsfuhrer-und-grunder-der-blue-ocean-spine-gmbh\/","title":{"rendered":"Interview mit Guntmar Eisen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gr\u00fcnder der Blue Ocean Spine GmbH"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herr Eisen, was genau macht die Blue Ocean Spine und welche Meilensteine konnten Sie in der Entwicklung Ihrer Technologie in den vergangenen Jahren erreichen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Anspruch ist es, durch cleveren Einsatz moderner Entwicklungs- und Produktionstechnologien bestehende Produkte in ihrer Funktion und Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Herstellungskosten zu senken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem gro\u00dfen Erfolg unseres letzten Start-up-Unternehmens, der EIT GmbH, bei der SHS auch unser Hauptinvestor war und die wir erfolgreich an Johnson &amp; Johnson ver\u00e4u\u00dfern konnten, haben wir Blue Ocean Spine mit dem Ziel gegr\u00fcndet, die n\u00e4chste Generation additiv hergestellter Wirbels\u00e4ulenimplantate zu entwickeln. Dies wurde insbesondere relevant, nachdem sich der zellul\u00e4re Aufbau der 3D-gedruckten Titanimplantate extrem schnell am Markt durchgesetzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bedeutet das konkret? An welchen Produkten arbeiten Sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahren gibt es am Markt sogenannte expandierbare Fusionscages. Diese k\u00f6nnen, nachdem sie im Bandscheibenraum eingesetzt werden, entweder im Winkel oder der H\u00f6he aufgespreizt werden. Damit ist das Verfahren weniger invasiv und das Sortiment kann reduziert werden, da weniger unterschiedliche Implantatgr\u00f6\u00dfen notwendig sind. Das reduziert die Investition in Operationssets. Allerdings sind die Herstellungskosten des einzelnen Implantats deutlich h\u00f6her als bei den sogenannten \u201estatischen Fusionscages\u201c. Deshalb haben sich diese Implantate noch nicht breit am Markt durchgesetzt \u2013 obwohl der Patientennutzen offensichtlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Blue Ocean Spine Entwicklungsteam ist es gelungen, funktionelle, bewegliche, separat in H\u00f6he und Winkel einstellbare Implantate zu entwickeln, die durch das additive Herstellungsverfahren keine, beziehungsweise wenig Montagekosten verursachen und somit beinahe gebrauchsfertig aus dem Drucker kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kombination mit den entsprechenden Einsatzinstrumenten entsteht hier ein deutlicher Mehrwert f\u00fcr den Hersteller, den Operateur und vor allem f\u00fcr den Patienten \u2013 bei deutlich reduzierten Kosten im Vergleich zu allen bisher am Markt befindlichen Systemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Produkte haben disruptives Potenzial und k\u00f6nnen einen Gro\u00dfteil der am Markt befindlichen Systeme und Technologien ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo genau stehen Sie heute mit der Entwicklung und Zulassung der Technologie? Welche Herausforderungen gilt es noch zu meistern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung ist abgeschlossen, wir beenden aktuell unsere Vorpr\u00fcfungen und gehen dann in die finalen Tests und Validierungen, um noch dieses Jahr bei der FDA einreichen zu k\u00f6nnen. Unser Fokus liegt jetzt auf der Produktion f\u00fcr den Produktlaunch in den USA in 2025.<\/p>\n\n\n\n<p>Die schwierigste letzte H\u00fcrde ist die Entwicklung und Validierung eines geeigneten Messverfahrens f\u00fcr kritische Pr\u00fcfma\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere Produktionstechnologie gibt es bis dato kein standardisiertes Messverfahren, da die kritischen Pr\u00fcfma\u00dfe innerhalb der Implantate liegen und mit g\u00e4ngigen Messmethoden und Pr\u00fcfmitteln nicht erreichbar sind. Aber dieses Problem haben wir mittlerweile auch gel\u00f6st \u2013 wir haben gemeinsam mit einem Projektpartner aus Baden-W\u00fcrttemberg ein CT-gest\u00fctztes Pr\u00fcfverfahren entwickelt, das sich auch f\u00fcr eine schnell skalierbare Serienproduktion bei hohen St\u00fcckzahlen eignet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben ja bereits in der Vergangenheit gemeinsam mit SHS sehr erfolgreich einen Exit realisieren k\u00f6nnen. Was sind Ihre weiteren Pl\u00e4ne f\u00fcr Blue Ocean Spine?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die erarbeiteten technischen L\u00f6sungen und unser patentiertes Design lassen sich problemlos auf weitere Applikationen in der Medizintechnik \u00fcbertragen &#8211; insbesondere denke ich hier an Wirbelk\u00f6rperersatzimplantate. Auch diese Implantate sind heute sehr komplex und aufw\u00e4ndig in der Herstellung. Die OP-Technik sowie die diesbez\u00fcglichen Verankerungsprinzipien k\u00f6nnten deutlich verbessert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Verbesserung mittels unserer Technologie dr\u00e4ngt sich regelrecht auf. Aber momentan sind wir auf unsere beiden Implantatsysteme f\u00fcr die lumbalen Wirbels\u00e4ulenfusionen fokussiert, das gr\u00f6\u00dfte Segment im Spine-Markt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Eisen, was genau macht die Blue Ocean Spine und welche Meilensteine konnten Sie in der Entwicklung Ihrer Technologie in den vergangenen Jahren erreichen? Unser Anspruch ist es, durch cleveren Einsatz moderner Entwicklungs- und Produktionstechnologien bestehende Produkte in ihrer Funktion und Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Herstellungskosten zu senken. 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