{"id":7093,"date":"2022-12-20T11:50:29","date_gmt":"2022-12-20T10:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/?p=7093"},"modified":"2023-10-22T22:24:44","modified_gmt":"2023-10-22T21:24:44","slug":"vorsichtiges-wachstum-shs-medizintechnik-index-waechst-leicht-im-zweiten-jahr-der-corona-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/de\/vorsichtiges-wachstum-shs-medizintechnik-index-waechst-leicht-im-zweiten-jahr-der-corona-krise\/","title":{"rendered":"Vorsichtiges Wachstum: SHS-Medizintechnik-Index w\u00e4chst leicht im zweiten Jahr der Corona-Krise"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Medizintechnikmarkt in Deutschland im Jahr 2021 mit leichtem Wachstum<\/strong><\/li>\n<li><strong>Pandemie hinterl\u00e4sst auch im zweiten Jahr positive wie negative Spuren bei den Medizintechnikunternehmen, wobei erstere \u00fcberwiegen<\/strong><\/li>\n<li><strong>SHS rechnet aufgrund der Verbesserung der Pandemiesituation f\u00fcr 2022 mit einer guten Entwicklung f\u00fcr die Medizintechnik in Deutschland<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die neuen regulatorischen Anforderungen (MDR\/IVDR) werden im Jahr 2022 wieder in den Fokus r\u00fccken und belasten viele kleine sowie mittlere Unternehmen (KMUs), was punktuell zu Versorgungsproblemen f\u00fchren kann<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Der <em>SHS-Medizintechnik-Index<\/em> ist im zweiten Jahr der Pandemie in den Wachstumsmodus zur\u00fcckgekehrt, wenn auch in bescheidenem Umfang. Nach dem leichten R\u00fcckgang in 2020 ist der Index im vergangenen Jahr um 0,3 Prozentpunkte gestiegen und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des Jahres 2019.<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem leichten R\u00fcckgang im Jahr 2020 ist die deutsche Medizintechnik in 2021 wieder in den Wachstumsmodus zur\u00fcckgekehrt, wobei die einzelnen Subbereiche zum Teil kontr\u00e4re Entwicklungen aufzeigen. W\u00e4hrend die Ums\u00e4tze mit ca. 6% und auch der Healthcare-Index an der B\u00f6rse um 20% gestiegen sind, ist die Anzahl der Patenterteilungen als Gradmesser der Innovation der Branche zum zweiten Mal hintereinander im zweistelligen Prozentbereich (18%) stark gesunken. Dieses etwas gemischte Bild l\u00e4sst sich sehr gut am <em>SHS-Medizintechnik-Index<\/em> 2021 ablesen, berichtet die SHS Gesellschaft f\u00fcr Beteiligungsmanagement mbH aus T\u00fcbingen, die den Index gemeinsam mit Professor Dr. Christian Koziol, Lehrstuhlinhaber Finance an der Eberhard-Karls-Universit\u00e4t T\u00fcbingen, entwickelt hat.<\/p>\n<p>Der erstmals im Jahr 2019 erstellte <em>SHS-Medizintechnik-Index<\/em> bildet die Wachstumsf\u00e4higkeit, die Innovationskraft und die wirtschaftliche Leistung der Medizintechnik-Branche seit 2010 im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ab. In die Berechnung des Index flie\u00dfen folgende Datenreihen ein: Anzahl der erteilten Patente, Umsatz beziehungsweise BIP, Zahl der Erwerbst\u00e4tigen und die Aktienkurse.<\/p>\n<p>\u201eDie ermittelten Zahlen weisen darauf hin\u201c, so Professor Koziol, \u201edass die Medizintechnik im zweiten Jahr der Corona-Pandemie wieder in die Wachstumszone zur\u00fcckgekehrt ist und dies trotz der Beschr\u00e4nkungen, die die Corona-Wellen mit sich gebracht haben. In Summe hat die Medizintechnik damit das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 wieder erreicht, was als positiv zu werten ist. Bei der Betrachtung der einzelnen Sub-Indizes des Medizintechnik-Index zeigt sich allerdings ein gemischtes Bild, dessen Auswirkungen auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Branche genau zu beobachten sind.\u201c<\/p>\n<p>Der leichte Gesamtanstieg des Medizintechnik-Index ist auf mehrere Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren, die in die Index-Berechnung mit einflie\u00dfen. So konnte die Medizintechnik-Branche den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 6% substanziell steigern (und liegt damit im Gleichklang zum BIP-Wachstum in Deutschland), und auch die Performance des Healthcare-Sektors an der B\u00f6rse (plus 20%) lag oberhalb des Wertzuwachses beim Dax-Index (16%), aber daf\u00fcr blieb die Anzahl der Besch\u00e4ftigten in etwa auf Vorjahresniveau und damit deutlich unterhalb von 2019. Am auff\u00e4lligsten ist jedoch der weitere starke R\u00fcckgang der erteilten Medizintechnik-Patente in 2021, die einen Einbruch von 18% aufweisen. Nach dem schon substanziellen R\u00fcckgang um 13% im Jahr 2020 ist dies nicht nur auff\u00e4llig, sondern durchaus auch potentiell bedenklich. Dies k\u00f6nnte wie im ersten Pandemiejahr m\u00f6glicherweise mit der ungewissen weiteren Entwicklung zusammenh\u00e4ngen. Eine weitere m\u00f6gliche Ursache kann aber auch die nun wieder mehr in den Mittelpunkt r\u00fcckende gro\u00dfe regulatorische Umstellung auf die MDR\/IVDR sein. Die Medizintechnikverb\u00e4nde haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass gerade die innovationsstarken kleineren und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen in diesem Bereich gro\u00dfe Probleme auf sich zukommen sehen. Dies kann sogar dazu f\u00fchren, dass manche etablierte Produkte vom Markt verschwinden und Investitionen in Neuentwicklungen zur\u00fcckgefahren werden. \u201eDer in zwei aufeinanderfolgenden Jahren starke R\u00fcckgang bei den Patenterteilungen ist aus Sicht der deutschen Medizintechnikbranche bedenklich. Insbesondere die KMUs sind auf solche Innovationen angewiesen und bilden gleichzeitig das R\u00fcckgrat des Sektors. Eine solche Entwicklung in Deutschland kann ohne eine baldige Trendumkehr dazu f\u00fchren, dass aufgrund von hohen regulatorischen H\u00fcrden sowie Kosten und bei gleichzeitiger Innovationsschw\u00e4che KMUs als Fundament der Branche in den kommenden Jahren in substanzielle Schieflage geraten k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Andr\u00e9 Zimmermann, Partner bei der SHS.<\/p>\n<p>F\u00fcr das laufende Jahr 2022 sind die Ersteller des <em>SHS-Medizintechnik-Index<\/em> vorsichtig optimistisch und rechnen weiterhin mit einer besseren Performance des Medizintechnik-Sektors im Vergleich zur Gesamtwirtschaft. \u201eEs ist zu erwarten, dass gewisse Teilsektoren der deutschen Medizintechnikindustrie in 2022 Nachholeffekte aufweisen\u201c, sagt Dr. Zimmermann. \u201eWir sehen f\u00fcr 2022 eine schrittweise R\u00fcckkehr zu mehr Normalit\u00e4t \u00fcber die gesamte Branche hinweg, die dann hoffentlich in 2023 wieder komplett erreicht wird, wobei die Auswirkungen des Ukrainekonflikts, die weitere Entwicklung der Pandemie in China sowie die Lieferkettenthematik gro\u00dfe Unsicherheitsfaktoren bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Allerdings erfordern regulatorische Anforderungen und die Digitalisierung substanzielle Investitionen, die f\u00fcr KMUs zunehmend schwieriger zu stemmen sind, ohne die es aber auch nicht geht. Hinzu kommt der steigende Kostendruck (Stichwort Inflation) und die teilweise immer noch bestehenden Lieferkettenprobleme. In Summe sind dies f\u00fcr kleinere und mittlere Medizintechnik-Unternehmen gro\u00dfe Herausforderungen, die manches Unternehmen \u00fcberfordern k\u00f6nnten, so die Einsch\u00e4tzung des Brancheninvestors.<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung des Dilemmas k\u00f6nnte in der Expansion und weiteren Internationalisierung der Unternehmen liegen, sofern dies m\u00f6glich ist, meint Manfred Ulmer-Weber, Managing Partner bei SHS. \u201eWir sind der Ansicht, dass gerade jetzt aktive Unternehmen ihre Marktposition durch eine kluge Strategie und ausreichend Eigenkapital ausbauen k\u00f6nnen. Auf diesem Weg haben wir als erfahrener Branchen-Investor Unternehmen in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich begleitet und unterst\u00fctzt. Diese Form der Partnerschaft beabsichtigen wir auch in den n\u00e4chsten Jahren mit dem neuen SHS VI Fonds kontinuierlich fortzusetzen. Wir wollen innovative mittelst\u00e4ndische Medizintechnik-Unternehmen ganz gezielt mit einer St\u00e4rkung ihrer Eigenkapitalquote unterst\u00fctzen und ihnen mit den zus\u00e4tzlichen Finanzmitteln sowie \u00fcber unser Netzwerk die Expansion erleichtern.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Der SHS-Medizintechnik-Index<br \/>\n<\/em><\/strong>Der <em>SHS-Medizintechnik-Index<\/em> wurde von der SHS Gesellschaft f\u00fcr Beteiligungsmanagement in Kooperation mit Professor Dr. Christian Koziol von der Eberhard-Karls-Universit\u00e4t T\u00fcbingen entwickelt. Betrachtet wird die Entwicklung der Medizintechnik-Branche seit 2010. Der Wert im Basisjahr 2010 entspricht 100 Prozent. Der Index erfasst und vergleicht Wachstumspotenzial, Innovationskraft und wirtschaftliche Leistung der deutschen Medizintechnik-Branche mit der deutschen Gesamtwirtschaft. Hierzu werden volkswirtschaftliche Kennzahlen (Anzahl der Patentzulassungen, Umsatz bzw. BIP, Zahl der Erwerbst\u00e4tigen und Aktienkurse) sowohl f\u00fcr die Medizintechnik-Branche als auch f\u00fcr die Gesamtwirtschaft erfasst und analysiert. Die Daten wurden mithilfe eines mathematischen Modells normiert und flie\u00dfen gewichtet in den Index ein. Der Index wird j\u00e4hrlich aktualisiert.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber die SHS Gesellschaft f\u00fcr Beteiligungsmanagement mbH<br \/>\n<\/strong><\/em>Der Brancheninvestor SHS ist ein in 1993 gegr\u00fcndeter Private Equity Anbieter, der Beteiligungen an Healthcare-Unternehmen in Europa eingeht. Der Fokus der Investitionen liegt dabei auf Expansionsfinanzierungen, Gesellschafterwechsel und Nachfolgesituationen. \u201eBuilding European Healthcare Champions\u201c ist dabei die Beteiligungsphilosophie, nach der SHS Portfoliounternehmen finanziert und entwickelt. Dabei geht der T\u00fcbinger Investor sowohl Minderheits- als auch Mehrheitsbeteiligungen ein. Zu den nationalen und internationalen Investoren der SHS-Fonds geh\u00f6ren etwa Pensionsfonds, Dachfonds, Stiftungen, Family Offices, strategische Investoren, Unternehmer und das SHS-Managementteam. Das Eigenkapital-Investment der AIFM-registrierten Gesellschaft betr\u00e4gt bis zu 50 Mio. EUR. Dar\u00fcberhinausgehende Volumina k\u00f6nnen mit einem Netzwerk von Co-Investoren umgesetzt werden. Bei den Investitionsentscheidungen legt SHS starkes Gewicht auf die Ber\u00fccksichtigung von ESG -Aspekten und hat sich daher den Richtlinien der UN PRI verpflichtet. Aktuell investiert SHS aus ihrem im Jahr 2022 aufgelegten sechsten Fonds mit einem Volumen von mehr als 200 Mio. \u20ac.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.shs-capital.eu\">http:\/\/www.shs-capital.eu<\/a><\/p>\n<p>Sie w\u00fcnschen regelm\u00e4\u00dfig Updates zu SHS? 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