{"id":6968,"date":"2022-12-08T09:25:29","date_gmt":"2022-12-08T08:25:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/?p=6968"},"modified":"2025-09-04T13:02:41","modified_gmt":"2025-09-04T12:02:41","slug":"serie-shs-portfoliofirmen-stellen-sich-vor-tri-dental-implants-int-ag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.shs-capital.eu\/de\/serie-shs-portfoliofirmen-stellen-sich-vor-tri-dental-implants-int-ag\/","title":{"rendered":"Serie: SHS-Portfoliofirmen stellen sich vor: TRI Dental Implants Int. AG"},"content":{"rendered":"<p>In unserer Serie \u201ePortfoliofirmen der SHS\u201c sprechen wir heute mit Tobias Richter, Gr\u00fcnder und CEO der schweizerischen TRI Dental Implants Int. AG, an der die SHS seit 2014 beteiligt ist.<\/p>\n<p>Im Jahr 2011 hat Tobias Richter das Unternehmen TRI Dental Implants in der Schweiz gegr\u00fcndet. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler stammt aus einem Arzthaushalt in Ostwestfalen und ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich in der Dental-Industrie t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Mit dem TRI Performance Concept, einem Implantatsystem auf Bone-Level, haben Richter und seine Kollegen 2011 das Fundament f\u00fcr das Unternehmen gelegt. Mit dem bahnbrechenden matrix\u00ae-Implantatsystem, das TRI 2019 erstmals auf der IDS pr\u00e4sentiert hat, ist es nun m\u00f6glich, Dentalimplantate ohne intermedi\u00e4res Teil (Abutment) zwischen Implantat und Krone einzusetzen. Ein revolution\u00e4rer Fortschritt f\u00fcr Patienten und Behandler.<\/p>\n<p><strong>Herr Richter, wie kam es zur Gr\u00fcndung Ihres Unternehmens, und was macht Ihrer Meinung nach den langj\u00e4hrigen Erfolg aus?<\/strong><\/p>\n<p>Tobias Richter: Ich hatte bereits vor TRI ein anderes Implantatunternehmen erfolgreich in Europa aufgebaut, das dann mit der amerikanischen Mutterfirma an die Danaher-Group verkauft wurde. Ich war dann der Meinung, dass die bisherigen digitalen Technologien in der Zahnmedizin die Workflows nicht ad\u00e4quat unterst\u00fctzen. Unsere Vision bei der Gr\u00fcndung von TRI war zum einen die optimale Digitalisierung in der zahnmedizinischen Implantattechnologie von A bis Z durchg\u00e4ngig abzubilden. Und zum anderen wollten wir f\u00fcr die Zahn\u00e4rztin und den Zahnarzt maximale Einfachheit bieten.<\/p>\n<p>\u201eThink Digital\u201c und \u201eSimplicity\u201c sind, neben \u201ePerformance\u201c und \u201eSwissness\u201c, die Kernwerte bei TRI. Wir wollen den digitalen Workflow optimal gestalten, um dem Behandler die Arbeit so einfach, sicher und effizient wie m\u00f6glich zu machen. Mit unserem Implantatsystem matrix\u00ae, das ohne Abutment auskommt, haben wir das erfolgreich auf die Spitze getrieben. Das ist weltweit einzigartig, denn bisher musste immer zwischen Implantat und Krone dieses Abutment eingesetzt werden. Digitalisierung umfasst f\u00fcr uns \u00fcbrigens den gesamten Workflow in der Zahnarztpraxis: R\u00f6ntgenaufnahme Cone Beam CT (CBCT), digitale Abdrucknahme mittels Oral-Scanner, digital geplante Chirurgie, CAD-CAM-Design, 3D-Druck in der Praxis, um nur die wesentlichen zu nennen.<\/p>\n<p><strong>Das setzt nat\u00fcrlich eine sehr fortgeschrittene Digitalisierung in den zahnmedizinischen Praxen voraus, oder?<\/strong><\/p>\n<p>Vollkommen richtig. TRI arbeitet deshalb im Moment mit den Innovatoren und Early Adopters zusammen, weil wir dort auf eine hohe Digitalisierungsaffinit\u00e4t treffen. Das sind Zahnmediziner, die technologisch ganz vorne mit dabei sind. Langfristig werden aber alle Praxen so ausgestattet sein, daran geht kein Weg vorbei. TRI hat dann den Vorteil, dass wir von Anfang den Trend gesetzt und den Markt besetzt haben. Wir haben in den letzten zehn Jahren die technologische Vorarbeit geleistet und sind jetzt entsprechend stark positioniert.<\/p>\n<p><strong>Wo sehen Sie die Kernkompetenz von TRI, was zeichnet Ihr Unternehmen im Wettbewerb besonders aus?<\/strong><\/p>\n<p>Eine unserer Kernkompetenzen ist, dass wir von Anfang an auf den optimalen digitalen Workflow im dentalen Implantat-Bereich gesetzt haben. Wir sind der Herausforderer, der den Markt disruptiv aufr\u00fcttelt. TRI bietet dem Zahnarzt digitale Prozesse, die schneller sind, bei denen die Kosten niedriger und, ganz wichtig!, bei denen die klinischen Ergebnisse besser sind. Wir erh\u00f6hen mit unserer Technologie die zahnmedizinische Pr\u00e4zision in allen Prozessstufen. Wir haben die Implantologie in der Zahnmedizin revolutioniert, indem wir das intermedi\u00e4re Teil obsolet gemacht haben. Das hei\u00dft konkret: weniger Teile, bessere Ergebnisse und das alles eingebettet in einen effizienten digitalen Workflow. Diese Technologie ist mit acht verschiedenen eingetragenen Patenten gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Welche Ziele sehen Sie f\u00fcr TRI in den n\u00e4chsten drei bis f\u00fcnf Jahren?<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich der Vertriebsstrategie wollen wir TRI in den vier zentralen M\u00e4rkten f\u00fcr Dentalimplantate etablieren: USA, Deutschland, Italien und Japan. Wir sind bereits in rund 50 M\u00e4rkten weltweit aktiv, legen den Fokus aber auf die genannten Zielregionen, weil wir sehen, dass die Digitalisierung im Dentalbereich dort am weitesten fortgeschritten ist: da gibt es zum Beispiel viele Intraoralscanner und CBCT-Ger\u00e4te. Und diese Basistechnologien f\u00f6rdern den Einsatz der TRI-Technologie.<\/p>\n<p>Auf der technischen Seite arbeiten wir an der Weiterentwicklung der vollen Integration der TRI-Technologie in den vernetzten digitalen Workflow. Wir wollen zum Beispiel die komplett digital gef\u00fchrte Chirurgieplanung mit einem Chirurgie-Kit anbieten. Wir arbeiten an einer Reihe von Innovationsprojekten, um den 360-Grad-Workflow optimal zu gestalten. Neben der Einf\u00fchrung von matrix\u00ae geht es darum, den Kunden in den Randbereichen des matrix\u00ae-Systems noch mehr Zusatzangebote in Form von Design- und Softwarel\u00f6sungen anzubieten, zum Beispiel zum noch einfacheren Designen der individuellen Prothetik auf den matrix\u00ae-Implantaten. Der Zahnarzt kann die Daten aus dem Oralscan direkt in das CAD-CAM-System \u00fcbernehmen, was zu noch pr\u00e4ziseren Implantatl\u00f6sungen f\u00fcr die Zahnindikation f\u00fchrt. Im Idealfall kann die Zahn\u00e4rztin dann in der Praxis mittels 3D-Drucker eine perfekte Krone ausdrucken, die auf das matrix\u00ae-Implantat gesetzt wird. Wir haben gerade eine Fallpr\u00e4sentation in Boston durchgef\u00fchrt, bei der der Zahnarzt das TRI-Implantat gesetzt hat und darauf dann die neue Krone, die er vorher im 3D-Drucker hergestellt hat. Nach gut 60 Minuten war der Patient fertig mit der Behandlung und begeistert. Das ist wirklich progressiv, aber genau diese Art von Sofortversorgung wird die Zukunft sein, und TRI hat die Technologie hierf\u00fcr.<\/p>\n<p><strong>Was sind Ihrer Meinung nach aktuell die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr ein mittelst\u00e4ndisches Medtech-Unternehmen wie TRI? F\u00f6rderung? MDR?<\/strong><\/p>\n<p>Hinsichtlich F\u00f6rderung habe ich eine marktwirtschaftliche Sicht. Es ist gut, dass es Subventionen gibt, aber man sollte da keine Erwartungshaltung entwickeln. Mit einer innovativen Idee und einem guten technologischen Konzept bekommt man das notwendige Kapital, so meine Erfahrung. Daf\u00fcr gibt es schlie\u00dflich Unternehmen wie die SHS.<\/p>\n<p>Was die Herausforderung MDR angeht: das ist ein innovationshemmender Irrweg, den die EU beschreitet. Keine Frage, Sicherheit ist wichtig! Aber f\u00fcr TRI f\u00fchrt die MDR dazu, dass wir f\u00fcr neue Produkte zuerst die Zulassung in den USA anstreben, weil wir sie da schneller bekommen als in Europa. Die EU verz\u00f6gert Innovationen in Europa, die damit nat\u00fcrlich auch den Patienten vorenthalten werden. Wir haben das Thema Zulassung aber im Griff und setzen auf unser starkes Team.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr kleine und mittlere Medtech-Unternehmen ist der Wettbewerb mit den etablierten Anbietern, gerade wenn man in neue M\u00e4rkte eintreten will. Da gilt es f\u00fcr den Herausforderer neue Vertriebswege zu finden, denn ein kleines oder mittleres Medtech-Unternehmen kann sich keine Heerscharen von Vertriebsleuten leisten wie die gro\u00dfen Player.<\/p>\n<p><strong>Sie arbeiten seit Mitte 2014 mit der SHS zusammen. Was zeichnet die SHS als Medtech-Investor aus, und was sch\u00e4tzen Sie an der Zusammenarbeit?<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist die Spezialisierung und Positionierung der SHS im Medtech-Bereich hervorragend gelungen. Ich habe die SHS von Anfang an nicht nur als Kapitalgeber wahrgenommen, sondern immer als strategischen Partner, der Sachkompetenz und ein starkes Netzwerk mitbringt. Was ich noch sch\u00e4tze an der SHS, ist das unternehmerische Denken im Gegensatz zum klassischen Private-Equity-Denken von anderen. Mir gef\u00e4llt bei der SHS die unternehmerische Diskussion mit unseren Ansprechpartnern; zum Beispiel wenn unvorhergesehene Herausforderungen auftauchen wie etwa Corona. Wir gehen da einen erfolgreichen Weg zusammen mit der SHS.<\/p>\n<p><strong>Was treibt Sie pers\u00f6nlich an?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man sieht, wie gl\u00fccklich ein Patient ist, der vorher eine Prothese getragen hat und jetzt sch\u00f6ne, festsitzende Z\u00e4hne hat, dann ist das Best\u00e4tigung und Motivation zugleich. Es gibt Menschen, die beginnen zu weinen, wenn Sie ihre neuen, festen Z\u00e4hne zum ersten Mal im Spiegel sehen. Wir ver\u00e4ndern mit jedem Implantat das Leben von Menschen und bringen wieder ein L\u00e4cheln in ihr Leben.<\/p>\n<p><strong>Herr Richter, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Serie \u201ePortfoliofirmen der SHS\u201c sprechen wir heute mit Tobias Richter, Gr\u00fcnder und CEO der schweizerischen TRI Dental Implants Int. AG, an der die SHS seit 2014 beteiligt ist. Im Jahr 2011 hat Tobias Richter das Unternehmen TRI Dental Implants in der Schweiz gegr\u00fcndet. 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